Hallo liebe Mitleidensgenossen,
hier meine Geschichte, wie ich zum Opfer wurde:
Es begann etwa Anfang Mai 2010 , da wurde ich an einem Montag um etwa 6:35 durch einen schwachen Brummton geweckt, der sich etwa so anhörte wie der Lüfter eines Computers, oder wenn einer in der ferneren Nachbarschaft mit einem Elektro- Rasenmäher mähen würde. genervt machte ich das Fenster zu und versuchte das Brummen zu ignorieren, was mir bis dahin gelang.
Mittags bis abends war nichts mehr zu hören, ich war allerdings über den Tag nicht immer da, Nacht war Ruhe, deshalb habe ich mich nicht weiter darum gekümmert.
Eine Woche später wiederholte sich das Ganze, also schloss ich genervt das Fenster, doch es änderte sich aber nichts, auch Finger in Ohren stecken brachte nichts das Brummen ging durch und durch, ein Tinitus der sich immer zu einer bestimmten Zeit einschaltet ?
Das ging bis etwa eine Woche vor Pfingsten, ab da konnte man immer ab 6:35 - 1:15 Nachts dieses Brummen hören am Donnerstag auf Freitag vor Pfingsten ging das auch über Nacht los, allerdings hat´s da geregnet und der Ton war plötzlich unregelmäßig, etwa wie ein alter Golf Diesel mit verstopftem Sprittfilter.
Ich dachte an eine Pumpe oder Generator irgendwo ausserhalb des Ortes.
Jedenfalls war Pfingstsamstag Ruhe und ich glaubte das die vielleicht altersschwache Pumpe, oder Generator, oder was auch immer mich nervte nun endlich kaputt sei.
Auch am Sonntag, Pfingstmontag und am "Wäldchestag"-Dienstag war Ruhe, also hatte ich das Ganze wieder vergessen.
Am Mittwoch den 26.5 2010 m orgens um 6:55 begann das übliche brummen wieder, was ich wieder genervt hinnahm, als plötzlich gegen 8:15 mir ein schrilles Pfeifen durch die Ohren fuhr, ähnlich eines Knalltraumas, nur das der Knall davor fehlte, erschrocken taumelte ich durch das Bad und bohrte mir mit den Fingern in den Ohren, aber irgendwie war das in meinem Kopf und ich dachte an einen Gehörsturz, obwohl es dafür keinerlei Gründe gebe, ich ging in den Hof, auf die Strasse, aber es war überall.
Als ich später aus dem Ort fuhr, konnte ich an meinem Ziel nach etwa 20 Minuten feststellen, das mein "Gehöhrsturz" komplett verschwunden war, erst als ich abends wieder nach Hause kam, kehrte auch der schrille Pfeif-Brummton wieder, ein Nachbar fragte mich, ob ich den komischen Ton auch hören würde, der seit Tagen nervt, erleichtert konnte ich einen Gesundheitlichen Grund ausschliessen, da auch Mitbewohner in unserem Haus den Ton ebenfalls vernahmen.
Ab da begann meine Höllenodyssee erst richtig.
Denn noch etwa 4 Wochen suche nach einer mechanischen Ursache mussten vergehen, bis mich ein Freund, der das Geräusch auch vernahm, mich auf den Funkmast am Chausseehaus aufmerksam machte, an so etwas hätte ich nie gedacht.
Durch Zeugenaussagen, die in dem "Etablissement" Chausseehaus verkehren erfuhr ich, das die Sender zwischen Ostern und Pfingsten montiert wurden, also denke ich mal daß das der berühmte Tropfen war, der das Faß zum überlaufen brachte.
Nachdem ich durch das Brummton-Forum auf die Bundesnetzagentur aufmerksam wurde, schaute ich mal nach, was da oben auf der Landstrasse L 3188 noch so alles rumsteht und war erschrocken, das 300 Meter weiter schon der nächste Funkmast steht, den gibt´s allerdings schon mindestens 8 Jahren, das Genehmigungsdatum ist bei der BNA allerdings nicht vermerkt, da der D1 Mast vor 2002 schon in Betrieb war.
Das auch noch vorhandene Metro-Funkfeuer der Flugsicherung ist garnicht auf der Karte der BNA zu finden.
In dieser Zeit hat die Stadt noch ein DSL-Empfänger in der Nähe des älteren Mastes in etwa 2,50 Meter Höhe an den Dachrand des stättischen Wasserhäuschens montiert, vermutlich ein Füllstandsanzeiger für den Wassertank, so wurde erzählt, die Anlage war noch nicht mal verwittert und sieht aus, wie frisch aus dem Regal und sendet nun auch noch in der "richtigen" Richtung über das am Hang liegenden Ortsteil Bönstadt, wobei ich immernoch nicht so recht glauben wollte das das Problem mit Funkwellen zu haben könnte.
Allerdings zeigten sich auf Grund des dauerhaften pfeifens und brummens, was mir komplett den Schlaf raubt, innerhalb kürzester Zeit häftigste gesundheitliche Beschwerden, an manchen Tagen ist dies so häftig, das man das Gefühl hat, das es einem regelrecht das Herz in der Brust zerquetscht, worauf ich lieber mal zum Arzt ging.
Nicht nur das ich nachts kein Auge mehr zu bekam, Herzrasen, Schweisausbrüche, Zittern, mangelndes Kurzzeitgedächtnis, geschwollene Hände und Gesicht, Schmerzen in der Brust, bis hin zu Atemnot, für mein Hausarzt ein Rätsel, da ich bis dahin doch eigendlich gesund war.
Psychische Gründe ? Fehlanzeige

wegen was denn, wenn man mitten im Leben steht und alles seinen geregelten Gang geht und man eigendlich keine Sorgen hat, bis dahin gehörte ich zu den Optimisten und genoss bis das Leben.
Also begann ich zu recherchieren und musste feststellen, das ich kein Einzelfall bin, dies scheint tatsächlich mittlerweile ein Deutschlandweites Problem zu sein.
Meine Recherche ergab:
Am 7.10. 2009 (laut Bundesnetzagentur) wurde am Bönstätter Chausseehaus ein 30 Meter Mast genehmigt, allerdings durch den strengen Winter startete der Baubeginn erst etwa im März 2010, das Ding stand ruck-zuck. Dies nahm ich nur am Rande zur Kenntniss, da mich das eigendlich nie interessiert hatte.
Da ich bis dahin weder Mobilfunkgegner war, noch mich das ganze Thema überhaupt nicht interessiert hatte, musste ich mich erst mal mit der Materie vertraut machen, ich habe eigendlich weitaus bessere Dinge zu tun, als mich mit so etwas herum zu schlagen, aber das war erst der Anfang......
Fortsetzung folgt